Ostfildern, 16.05.2024

IO-Link Safety: Wie sichere Konnektivität im Feld punktet

Matthias Wolfer, Product Management

(Es gilt das gesprochene Wort)

Wenn wir heute von industrieller Kommunikation sprechen, sollte eine sichere Datenübertragung bis zum „letzten“ Sensor leistbar sein. Das gilt vor allem für die Geräte im Feld. Eine höhere Verfügbarkeit und eine flexiblere Automatisierung sind das Ziel. Pilz hat ab 2018 im Rahmen des IO-Link Safety-Konsortiums die Entwicklung der Kommunikationstechnologie maßgeblich mit vorangetrieben: Unter der Leitung von Pilz hat die Arbeitsgruppe Technik die Spezifikationen hierfür erarbeitet und Tests sowie Zertifizierungen durchgeführt. Das gemeinsame Ziel dieser ‚neuen‘ sicheren Konnektivität ist es, Fertigungsprozesse zu optimieren.

Nun hat sich die herstellerunabhängige Punkt-zu-Punkt-Kommunikation für die funktionale Sicherheit qualifiziert. Mit IO-Link Safety steht erstmals ein herstellerunabhängiges, standardisiertes Kommunikationssystem für die funktionale Sicherheit bereit. Die Anwender und ihre Bedürfnisse stehen bei dieser Technologie im Mittelpunkt. Eine einfache Integration von IO-Link Safety in Maschinen und Anlagen ist die Basis für die Umsetzung. Wie lässt sich das intelligent, einfach, produktiv umsetzen?

Lösung für eine durchgängige, sichere Kommunikation
Mit einem Komplettsystem für IO-Link Safety hat Pilz die Antwort. Das Paket besteht aus Master, Sensoren, dem passenden Konfigurationstool sowie Feldgeräten und Zubehör. Bei uns bekommen Anwender sowohl den Master als auch die Sensoren und die Feldgeräte. Wir unterstützen mit allen Komponenten im Systempaket. Das macht die Integration der IO-Link Safety-Technologie in Maschinen und Anlagen einfacher und smarter.
Unsere Lösung bietet eine durchgängige sichere Kommunikation zu jedem Sensor und Aktor im Feld. Die Pilz-IO-Link Safety Sicherheitssensoren liefern wichtige Statusinformationen und bieten mehr Möglichkeiten für die intelligente Diagnose. Geräte können selbstständig identifiziert und parametriert werden. Das vereinfacht den Austausch von Komponenten und verringert reparaturbedingte Stillstandszeiten. Die Kommunikation bei IO-Link Safety läuft über ungeschirmte Kabel und nutzt industrieübliche Anschlussstecker. So sind weniger Kabel notwendig, was die Installation und den Gerätetausch vereinfachen. Sie kann Anwendungen smart überwachen. Z.B. wertet sie Daten von Sicherheitslichtgittern aus: Informationen wie die Signalqualität können für die vorausschauende Wartung genutzt werden.
Diese Technologie ist ein Schlüssel zur Umsetzung der Anforderungen von Anwenderseite. Ein Schlüssel, der in vielerlei Hinsicht passt.

Kommunikationstechnologie für unterschiedliche Anwendungsfälle
Zum Beispiel für verkettete Anlagen: Mit IO-Link Safety wird der Master dezentral im Feld eingesetzt. Das reduziert die Kabellänge und spart bereits wesentlich Platz. Die Kommunikation verläuft Punkt-zu-Punkt, so dass die Verdrahtung von Sicherheitssensoren deutlich einfacher umsetzbar ist. Gleichzeitig können Anwender den Pilz IO-Link Safety-Master flexibel nutzen, weil übliche Sicherheitssensoren wie auch IO-Link Safety-Sicherheitssensoren und IO-Link Geräte angeschlossen werden können. Ein weiterer Master ist so nicht notwendig.
Auch beim Materialtransport zeigen sich die Vorteile von IO-Link Safety: Häufig müssen hier Zugang und Schutztüren gut abgesichert und Maschinenstillstandzeiten minimiert werden. Beispielsweise beim Palettieren von Waren. Die Kommunikationstechnologie gewährleistet hierbei, dass sowohl die Integration der Zugangsabsicherung als auch die Absicherung der Schutztüren einfach und zeitsparend möglich ist: Weil hier sowohl die Sicherheitslichtgitter als auch die Taster-Unit direkt an den IOLS-Master von Pilz angeschlossen werden können.

Mit IO-Link Safety ist eine zuverlässige, offene und effiziente Konnektivität möglich, die den Anwender und seine Bedürfnisse fest im Blick hat.

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